Foto: Photographee.eu - Fotolia.com

Abostufe Frei

Bayern unterstützt Ausbau von Hospiz- und Palliativangeboten

Zum Auftakt der Bayerischen Hospiz- und Palliativwoche hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Montag (7.10.) für einen offeneren Umgang mit dem Thema Sterben geworben. Die Anzahl stationärer Hospizplätze im Land soll von derzeit 215 auf 280 ausgebaut werden.

Wichtig sei es, das Sterben als Teil des Lebens zu akzeptieren. Schwerstkranke Menschen müssten wissen, dass sie in ihren letzten Stunden nicht alleine gelassen werden und bis zuletzt eine bestmögliche Betreuung erhalten, so die Ministerin. Deshalb fördere das Land die Schaffung qualitativ hochwertiger Versorgungsangebote, um die Menschen möglichst wohnortnah zu betreuen.

"Mit der bayerischen Hospiz- und Palliativwoche wollen wir auf das Thema aufmerksam machen“, sagte Huml. "Im Hospiz haben alle Facetten des Lebens ihren Platz: Lachen, weinen und die Zeit des Abschiednehmens. Für Menschen, die nicht in ihrem gewohnten Umfeld ihre letzte Lebensphase verbringen können, sind Hospize ein Zuhause. Wir wollen den weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativangebote auch in den nächsten Jahren kräftig unterstützen."

Erhöhung auf 280 stationäre Hospizplätze geplant

Im bundesweiten Vergleich nimmt Bayern eine Vorreiterrolle in der Hospiz- und Palliativversorgung ein. Derzeit gibt es im Freistaat an insgesamt 111 Krankenhäusern stationäre palliativmedizinische Versorgungsstrukturen. 51 Krankenhäuser verfügen über eine Palliativstation mit insgesamt 478 Palliativbetten. Auch die palliativmedizinischen Dienste an den Krankenhäusern sollen weiter ausgebaut werden. Außerdem gibt es in Bayern 45 Teams zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung für Erwachsene (SAPV) und sechs Teams für Kinder und Jugendliche.

Darüber hinaus gibt es derzeit 215 Hospizplätze an 20 Standorten. Es ist eine Erhöhung auf 280 stationäre Hospizplätze vorgesehen. Zwei bestehende stationäre Hospize werden derzeit erweitert. Ein neues Hospiz mit 10 Plätzen, das 2020 die Versorgung aufnehmen soll, ist bereits im Bau. Zwei zusätzliche stationäre Hospize befinden sich in der Planungsphase. Darüber hinaus ist ein weiteres Kinder- und Jugendhospiz mit 12 stationären und 4 teilstationären Plätzen in Nordbayern in Planung.

Außerdem stellen ca. 140 Hospizvereine mit rund 7.000 ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern die ambulante Hospizversorgung in Bayern sicher.

Jetzt Informationsvorsprung sichern!sgp REPORT-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen sgp REPORT-Newsletter!