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Projektstart: In Pflegeheimen gut leben und arbeiten - Interessierte Träger jetzt gesucht

Gefördert durch gesetzliche Pflege- und Krankenkassen in Bayern werden während des dreijährigen Modellzeitraums 40 bayerische Pflegeheime in ihren Bemühungen unterstützt, Heime als Orte guten Lebens weiterzuentwickeln und den Mitarbeitenden attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Das Projekt (Leitung: Prof. Dr. Thomas Klie) startet für die Modelleinrichtungen im Herbst 2020 mit einer Fachkonferenz. Interessierte Träger und Pflegeeinrichtungen können sich ab jetzt um eine Teilnahme bewerben. Hier mehr dazu - die Teilnahme für die Projekteinrichtungen ist kostenfrei.

Die Lebens- und Arbeitsumwelt in Pflegeheimen stetig zu verbessern, ist eine zentrale Herausforderung in der Gestaltung einer zukunftsweisenden stationären Langzeitpflege. Und es ist der Anstoß für das Präventionsvorhaben „Gesundheitsförderung und Gewaltprävention in Pflegeheimen“, das AGP Sozialforschung Freiburg in Zusammenarbeit mit der Hans-Weinberger-Akademie der AWO e.V. (HWA München) und der Hochschule München initiiert hat.

Menschen mit Pflegebedarf Bedingungen guten Lebens schaffen

„Viele Heime setzen sich dafür ein, Menschen mit Pflegebedarf Bedingungen guten Lebens zu schaffen. Sie vermeiden alles, was alte Menschen demütigen könnte, und ermöglichen ihnen, was am Ende eines Lebens individuell besonders bedeutsam ist. Die Bewohnerinnen und Bewohner möchten den Heimen vertrauen können. Sie müssen sich ihnen anvertrauen“, fasst Prof. Dr. Thomas Klie, der Leiter des Vorhabens, die Ausgangssituation zusammen.

Gesundheitsförderung und Gewaltprävention

Das Projekt Gesundheitsförderung und Gewaltprävention in Pflegeheimen setzt da an. Das Ziel: Für die Mitarbeitenden Arbeitsbedingungen zu schaffen, die ihre Gesundheit fördern, die sie vor Überforderung schützen, aber auch vor Gewalthandlungen und Gewalterfahrungen am Arbeitsplatz.

Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen sollen vor Gewalterfahrungen bewahrt werden. Das Vorhaben greift hierfür erprobte Konzepte und Methoden auf, um das Bewusstsein und die Sensibilität für Formen von Gewalt in der Pflege zu schärfen und Kompetenzen zu stärken, Gewalthandlungen zu vermeiden und sogenannten gewaltgeneigten Situationen vorzubeugen.

Leitsatz „gesund und gewaltfrei“

Das Projekt kann flexibel an bestehende Maßnahmen und Erfolge in jeder teilnehmenden Einrichtung anknüpfen, um dem Leitsatz „gesund und gewaltfrei“ weiter zu folgen und das Versprechen einzulösen: Heime sind Orte zum Leben. Und Orte, an denen Mitarbeitende ihre beruflichen Zielvorstellungen und ethischen Grundsätze verwirklichen können.

Teilnahme kostenfrei

Das Vorhaben umfasst unter dem Motto Pflege in Bayern – gesund und gewaltfrei Präventionsmaßnahmen für Mitarbeitende sowie für Bewohnerinnen und Bewohner vollstationärer Pflegeeinrichtungen. Es wird gefördert von bayerischen Pflege- und Krankenkassen, sodass die Teilnahme für die Projekteinrichtungen kostenfrei bleiben kann. An der Förderung beteiligte Pflege- und Krankenkassen sind die AOK Bayern, die Betriebskrankenkassen, die KNAPPSCHAFT, die Ersatzkassen und die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.

Fachbeirat

Das Projekt wird begleitet durch einen Fachbeirat, der das wichtige Zukunftsthema und die Ergebnisse auch auf der Ebene der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung sowie bei Trägern und Leistungserbringerverbänden platziert. Ansprechpartnerin für Interessierte: Vanadis Götz, Projektkoordinatorin HWA, +49 911 477723-19, goetz@gesund-gewaltfrei.bayern

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.gesund-gewaltfrei.bayern